Im Gespräch mit dem Ostsee-Anzeiger: Bernt Petschaelis, Vorsitzender des Greifswalder Sportbundes

Bernt Petschaelis ist seit über 50 Jahren ehrenamtlich im Sport tätig. Der diplomierte Sportlehrer war von 1990 bis zu seinem Ruhestand 2013 Leiter des Greifswalder Sportamtes, beziehungsweise Sport- und Schulverwaltungsamtes. Im gleichen Jahr übernahm er den Vorsitz des Greifswalder Sportbundes. Der Ostsee-Anzeiger sprach mit Bernt Petschaelis über die Situation im Greifswalder Sport.

Welche Rolle spielt derzeit der Stadtsportbund?
Mit dem Rückzug des Kreissportbundes aus Greifswald hat sich der Stellenwert des Greifswalder Sportbundes für die Universitäts- und Hansestadt wesentlich erhöht. Wir sehen uns zukünftig weiterhin als ein wichtiges Sprachrohr und Interessenvertreter aller Greifswalder Vereine gegenüber der kommunalen Politik und Verwaltung. Ebenso wollen wir eine wichtige Schnittstelle im Netzwerk aller für den Sport in Greifswald verantwortlichen Institutionen, Verbände und Gremien, einschließlich der Universität sein.

Welche Bedeutung räumen Sie dem Sport gegenwärtig in der Universitäts- und Hansestadt ein?
Mit dem Wegfall des Sportinstitutes (2008), der Auflösung des selbstständigen Sportamtes (2000) und der schrittweisen Reduzierung der Sportverwaltung bis zum heutigen Tag, der Auflösung des eigenständigen Sportausschusses (2013) sowie der Infragestellung des Greifswalder Sportbundes ist der Stellenwert des Sports in Greifswald erheblich gesunken, und das in einer Kreis- und Universitätsstadt, in der rund 20000 junge Menschen vom Kleinkind bis zum Studenten leben und 13000 Menschen in Sportvereinen organisiert sind. Ein Strukturdefizit des Sports, wie es in keiner anderen Kreisstadt im Land Mecklenburg-Vorpommern der Fall ist.

Gibt es auch gute Nachrichten im Greifswalder Sport?
Trotz der unbefriedigenden Situation für den Sportbund in den zurückliegenden Monaten freuen wir uns, dass es auch mit unserer Unterstützung gelungen ist, dass die HSG-Kanuten mit sehr großem Engagement einen neuen Standort für die Lagerung ihrer Boote in Eldena errichten konnten. Auch unsere Bemühungen, gemeinsam mit der Kita Regenbogen den Sportverein Hanse-Kinder e.V. im Herbst 2016 zu gründen, kann eine Erfolgsgeschichte werden und Modellcharakter für das Land Mecklenburg-Vorpommern haben. Bereits jetzt hat der Verein über 600 Mitglieder.

Welche konkreten Aktivitäten plant der Sportbund für das laufende Jahr?swiss In M' 'court Weiß Winston K Sneaker 3jq4L5AR
Für das Sportjahr 2017 sind zahlreiche Aufgaben zu bewältigen. Ob dies gelingt, hängt natürlich wesentlich von der Unterstützung der Stadt insgesamt ab. Dass wir im Volksstadion zwei Räume für die Geschäftsstelle des Sportbundes mietzinsfrei nutzen können, ist sehr schön. Dies macht aber nur Sinn, wenn die Geschäftsstelle auch mit einer hauptamtlichen Stelle besetzt wird und wir als Sportbund damit arbeitsfähig bleiben. So werden wir auch 2017 zum Beispiel das Ryckhangeln zum Fischerfest, die Vorschulolympiade der Greifswalder Kindertagesstätten im Volksstadion oder den traditionellen Sportehrentag unserer Hansestadt mit vorbereiten, durchführen beziehungsweise unterstützen.


Aber auch die Mitarbeit bei der Erarbeitung der geplanten Sportentwicklungsplanung für unsere Hansestadt, das Einbringen von Ideen bei der überfälligen Überarbeitung der Greifswalder Sportförderrichtlinie oder die Mitarbeit im Sportausschuss der Bürgerschaft sind wichtige Aufgaben.

Es gibt auch eine Web-Seite des Sportbundes?
Seit knapp einem Jahr existiert unter www.greifswald-sportbund.de eine Web-Seite des Sportbundes Greifswald, die durch vielfältige Informationen aktuell und relativ umfangreich gestaltet ist und in die auch sehr viel Arbeit und Zeit investiert wird. Sie soll eine wichtige Informationsquelle für Sportvereine aber auch sportinteressierte Bürger unserer Region sein.

Wie steht es um die Sportstätten?
In Sachen Greifswalder Sportstätten geht es aktuell darum, Überzeugungsarbeit zu leisten, dass die jetzige Sporthalle der C.-D.-Friedrich-Schule nach Fertigstellung der neuen Halle nicht abgerissen wird. Der Grund: Wir haben in Greifswald zu wenig Sporthallen und der vorhandene große Bedarf für Trainingszeiten der Vereine kann schon jetzt bei weitem nicht abgesichert werden. Hinzu kommen die Unsicherheiten der Zukunft der Sporthalle IV (Blaues Wunder) im Ostseeviertel. Sie besitzt insbesondere für die Sportarten Volleyball und Judo einen enorm hohen Stellenwert.
Ein weiteres Beispiel ist, dass 2018 der Vertrag zur Bewirtschaftung und damit Finanzierung des Freizeitbades zwischen der Stadtverwaltung und den Stadtwerken ausläuft. Ein neuer Vertrag sollte zumindest nicht dazu führen, dass die im Freizeitbad trainierenden Sportvereine stärker zur Kasse gebeten werden. Hier ist besonders die Stadt gefragt, um eine tragfähige Lösung zu finden. Gemessen am gesamtgesellschaftlichen Stellenwert des Sports muss dieser zukünftig eine stärkere Beachtung finden und insgesamt umfangreicher, vor allem finanziell, gefördert werden.

Quellenangaben Ostsee-anzeiger

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